Mittwoch, 10. Juli 2013

Ab unters Bett damit

 Stichsäge, Winkel, Zollstock - das lässt Männerherzen höher schlagen, zumindest das meines Mitbewohners. Vor ein paar Tagen konnte er sein handwerkliches Geschick austoben und es entstand ein ultra-praktisches Verstauungsutensil, in dem ich dankbar all das unterbringen kann, was im viel zu kleinen Kleiderschrank keinen Platz findet.

Zur detaillierten Ausführung übergebe ich an den Mitbewohner:
Zunächst werden Fichtenbretter (25 cm breit, 1,8 cm stark) mit der Stichsäge auf Gehrung zurechtgesägt, so dass daraus eine Kiste mit den Innenmaßen 125x65 cm entstehen kann.


Diese werden mit großen Winkeln verbunden und ergeben das Gerüst der Kiste.


So sieht's dann aus :)


Aus Holzleisten (1,5x1,0 cm) werden die Auflageflächen für den Boden mit der Handsäge auf die richtige Länge gebracht.


Die Leistenstücke einfach am unteren Rand der Kiste anschrauben. Für etwas mehr Stabilität sorgt eine weitere Leiste quer durch die Mitte der Kiste - zur Befestigung werden Metallverbindungen verwendet.


Oberhalb dieser Auflagefläche sorgen vier kleinere Winkel nun für noch mehr Zusammenhalt.


Damit das Ganze dann auch komfortabel unter dem Bett hervorgezogen werden kann, darf natürlich der fahrbare Untersatz nicht fehlen.


Jetzt nur noch umdrehen und den Boden (eine 6 mm starke Pressholzplatte) reinlegen - hier zeigt sich dann, ob beim Zurechtsägen der Bretter am Anfang präzise gearbeitet wurde; in diesem Fall passt's genau :)


In der Zwischenzeit hat die Mitbewohnerin eine Stoffbahn (von Stoff und Stil) zur Abdeckung genäht. Vier Lochnieten in den Stoff, dazu auf Vorder- und Rückseite der Kiste je zwei Haken angebracht, und schon kann der Stoff über die Kistze gespannt werden.



Zum Schluss muss dann nur noch ein Loch in die Mitte der Vorderseite gebohrt werden, damit der hübsche Knauf angebracht werden kann - so ist das Vor- und Zurückschieben der Kiste noch handlicher.


Und so sind unter dem Bett zweimal knapp 0,2 Kubikmeter Stauraum entstanden :)


Vielen Dank, lieber Mitbewohner, für diese schöne, mit schlauen Fachbegriffen bestückte Anleitung!!

Samstag, 29. Juni 2013

Italienischer Abend

Da haben der Mitbewohner und ich mal wieder ganze Arbeit geleistet! Es wurden schon bedeutend weniger leckere Gnocchi  in den letzten Monaten produziert: 
 Zu mehlig, zerfallen oder zu einem riesigen Klops zusammenklebend - so die Kritikpunkte. 
Diese wurden dann eher schleppend hinuntergewürkt, um die lange Zeit in der Küche immerhin etwas zu würdigen. 

Aber jetzt gabs die Kartoffelklößchen in perfekter Konsistenz und sogar zweifarbig! Dazu eine Gorgonzola-Soße - sehr lecker. 


Zutaten (2 Portionen für 2 hungrige Personen)

Gnocchi
700g Kartoffeln (mehligkochend)
150g Mehl
2 Eigelb
1EL Tomatenmark
Muskat, frisch gerieben

Soße
150g Gorgonzola

1 Zitrone
50ml Gemüsebrühe
50ml Milch
Honig

  • Kartoffeln kochen, noch heiß pellen, mit Stampfer zerdrücken, Mehl, Eigelb, Muskat und 1TL Salz dazu geben
  • Die Hälfte des Teigs kurz kneten, auf bemehlter Fläche zu einer Rolle formen, etwa 2 cm dicke Gnocchi abstechen, mit Gabel Muster eindrücken
  • Zu der anderen Hälfte des Teigs 1EL Tomatenmark hinzufügen und ebenfalls Gnocchi formen
  • Die Gnocchi in 2 Portionen in siedenes Salzwasser geben, bis sie zur Oberfläche steigen
  • Für die Soße Gorgonzola, Zitronensaft, Milch, Brühe mischen, erhitzen,mit Pfeffer und Honig abschmecken
Buon Appetito!

Dienstag, 4. Juni 2013

Einflug

Diese Eule ist am Wochenende eingeflogen. Seitdem guckt sie schelmisch um die Ecke. 


Die Eule besteht vorne aus drei zusammengenähten Stoffteilen, hinten ist sie einheitlich gepunktet. Augen und Nase sind aus Filz und die Ohrbüschel bestehen aus Lederband. Verziehrt wurde die Eule mit einem Knopf und Spitzenband und ausgestopft mit Füllwatte.

Viel Spaß damit, kleine Lina!

Montag, 20. Mai 2013

Neues Mitglied in der kialiebt-Familie

Ein Label zu haben macht Spaß. Da verteilt man Selbstgmachtes an Freunde und Familie und alles ist gekennzeichnet, man weiß, wo es herkommt und dass Herzblut drinsteckt.

Nachdem seit Anfang des Jahres ein Stofflabel an allem Selbstgenähten haftet, war die nächste Überlegung ein Anhänger zu kreieren, der zum Beispiel an selbstgemachten Armbändern baumeln soll. Also saßen der Mitbewohner und ich eines Nachmittags am Wohnzimmertisch - zusammen mit der Knetmodeliermasse, die schon in Kindertagen aus dem Regal geholt wurde um bunte Fantasiewesen zu erschaffen.


Ein Stempel muss her, mit dem man das kialiebt-Logo in die Knete stempeln kann.
Der Mitbewohner war zugegebenermaßen etwas vorrausschauender und modelierte zunächt eine positiv-Form (unten links), mit dem er dann den Negativ-Stempel formte. Dieser war dann auch direkt spiegelbildlich, was man von meinem Versuch (oben), einen Stempel  zu modelieren, leider nicht behaupten konnte..


Weiter gehts mit Modeliermasse, aus der eine Rolle gerformt und dünne Scheiben abeschnitten werden.


Hier die ersten Versuche, mit dem Stempel, das Logo in die Scheiben zu drücken.. 


 Besser geht's, wenn der Stempel kurz in Öl getaucht wird, dann lässt sich die Knetscheibe, besser vom Stempel lösen. Anschließend werden mit einem Zahnstocher Löcher in die Anhänger gestanzt, damit man die Anhänger auch als solche nutzen kann.

Für das erste Armband werden 3 Stücke Stoff benötigt (zum Beispiel 10x3cm, 16x3cm und 22x3cm für eher schmale Handgelänke) und Bandverschlüsse.


Die Stoffstücke werden rechts auf rechts an den kurzen Seiten zusammengenäht.


Dann wird das Stoffband an der langen Seite zu einem Schlauch zusammengenäht (rechts ist innen).


Zum Wenden eignet sich zum Beispiel ein Bleistift  - auch wenn das Armband dabei etwas malträtiert wird...


...überlebt es die Prozedur ganz gut. Und mit ein paar aufgenähten Perlen und dem neuen Anhänger...


.. kann es sich sehen lassen!




Dienstag, 30. April 2013

Pax de deux

Es treffen sich auf dem Balkon ein herrlich lila-blühender Lavendel und ein für Allerlei-platzbietendes Portemonnaie (Anleitung aus dem gleichen Buch wie die Handytasche) zu einem spontanen Tänzchen in den Mai. Ein kurzes Grußwort an den Mitbewohner, dessen dreidimensionales Vorstellungsvermögen bei der Umsetzung des Nähprojekts dann und wann recht hilfreich war.


             


Freitag, 26. April 2013

Der John und der Ossi

Ja, diese beiden Jungs aus dem schönen Stockholm machen schöne Tanzmusik. Fürs neue Album haben sie nicht nur musiktechnisch den Expetimentierkasten aus dem Keller geholt. Modernste Lichtinstellarionrn auf der Bühne unterstützen die schlagzeugdominanten Songs der Schweden. Zwischendurch ein wenig wirres Gequatsche des Frontmanns John. Seine Gitarre wäre fast so alt wie seine Mama,deswegen würd er sie so lieben. Äh ja,gut dass er sich dann wieder aufs Musik machen konzentriert hat.


Zum ersten Reinhören empfielt sich das immer wieder gute Man Must Dance oder Execution Song aus dem ersten Album. Außerdem zählen 18 Karat Gold und von der neusten Platte Bull/Bear zu meinen Favouriten. Hier kann man in in "Transitions"reinhören.